Im Mittelpunkt der Debatte um das Entwicklungswohl von Kindern und Jugendlichen steht derzeit der verfrühte und unkontrollierte Umgang mit digitalen Bildschirmmedien, insbesondere Smartphone und social media. Der französische Psychologe Tisseron hat schon früh eine Faustregel für Eltern formuliert: Kein Fernsehen unter 3 Jahren, keine eigene Spielkonsole vor 6, Internet frühestens nach 9 und soziale Netzwerke erst ab 12.

Ganz aktuell hat jetzt auch die Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften) eindringlich gewarnt (Pressemitteilung, Diskussionspapier).
Gefordert wird
# kein social media vor 13 Jahren
# von 13 bis 17 social media nur mit
Alterskontrolle und Elternbegleitung
# kein Smartphoneeinsatz in Schule vor Klasse 11.
Der schädliche Einfluss von Bildschirmmedien im Entwicklungsalter gehört unbedingt eingedämmt. Deshalb haben wir das Schulministerium NRW aufgefordert, hier zeitnah stärker regulierend tätig zu werden. Unser Brief Und deshalb veröfentlichen wir auch zum Gutachten der Prien-Kommission „Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt“ eine fundamentale Kritik.
Hier jedenfalls die wichtigsten Faustregeln für Eltern als Eltern-Flyer (selbst ausdrucken oder bestellen).
Und warum ist das Schreiben mit der Hand so wichtig? Endlich klar erklärt …
Zitate des Jahres
„Denken lernt man nur beim Denken“
(Prof. Klaus Zierer, Forschung und Lehre, 1/2026)
„Die Einführung von Künstlicher Intelligenz in Kitas, Schulen und Universitäten bedeutet, dass technisch hoch entwickelte, im Grund aber abgrundtief dumme Systeme wie ChatGPT, die nachplappern, womit sie gefüttert werden, potenziell hochbegabte junge Menschen davon abhalten, ihre eigene Intelligenz zu entwickeln. Das ist absurd.“
(Prof. Joachim Bauer, Menschlichkeit, 2026)
Über uns
Eltern für eine gute Schule ist ein schulformübergreifender und politisch unabhängiger Arbeitskreis von Eltern und Lehrern. Wir setzen uns für eine Verbesserung der schulischen Bildung in NRW ein – auch in Kooperation mit verschiedenen Eltern- und Lehrerverbänden.
Schwerpunkte unserer Arbeit sind regelmäßige öffentliche Vortrags- und
Diskussionsveranstaltungen zu pädagogischen und schulpolitischen Themen sowie die ständige Bündelung und Präsentation relevanter, bisweilen unterrepräsentierter Nachrichten aus dem Bildungswesen. Eine wesentliche Leitlinie dabei ist die pädagogische Leistungsorientierung.
Viele Eltern sehen ihre Kinder zunehmend Lehr- und Lernmethoden ausgesetzt, die zur Folge haben, dass diese immer weniger wissen und können. Zudem erschweren Lehrermangel, immer mehr Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf sowie fehlende räumliche und bauliche Voraussetzungen einen fruchtbaren Klassenunterricht.
Deshalb sitzen viele Eltern mit ihren Kindern zusammen, um das nachzuholen, was diese in der Schule nicht gelernt, nicht geübt oder vielleicht gar nicht durchgenommen haben. Sie wissen: Ihre Kinder haben nur eine Kindheit.

In einer Demokratie dürfen Veränderungen im Bildungswesen nicht hinter verschlossenen Türen verhandelt werden, sondern erfordern die Beteiligung der Bürger, vor allem der Eltern. Das gibt auch unsere Landesver-fassung so vor (Art. 8, Abs. 1). Genaueres finden Sie in unserem Positionspapier.
Rückblick auf frühere Veranstaltungen:
5. und 25. März 2026
„Bedürfnisse befriedigen – aber welche?“
Über Wohlwollen und Konsequenz in der Erziehung
mit Dr. Elke Möller-Nehring, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie
3. April 2025
„Alle ziehen – wer erzieht?“ Wie Kinder zu starken Persönlichkeiten werden
mit Dr. Albert Wunsch, Erziehungswissenschaftler und Pädagoge
11. Juni und 5. September 2024
„Gesund aufwachsen im Digitalen Zeitalter“
mit der Medienpädagogin Prof. Dr. Paula Bleckmann
21. November 2023
„Wie Kinder lernen – wie Eltern sie dabei unterstützen können“
mit Dr. Elke Möller-Nehring und Reinhild Felten Bericht
11. Mai 2022
„Vertrauen? Kontrollieren? Welche Aufgaben haben wir Eltern?“
(wg. Pandemie kurzfristig abgesagt)
18. November 2021
„Guter Umgang mit PC, Tablet, Smartphone & Co. nach Corona“
mit Frau Prof. Paula Bleckmann Video Folien
28. Mai 2019
„Wege und Irrwege im Rechtschreibunterricht“
u.a. mit Frau Prof. Uta Röhr-Sendlmeier
Übersicht und Erläuterung der Fibelstudie (2018) Bericht und Debatte n4t
11. Mai 2017
„Unsere Kinder wollen lernen, aber …“
mit Dr. Elke Möller-Nehring und Dr. Matthias Burchardt

